Die macOS-Notch ist die kleine rechteckige Aussparung oben in der Mitte neuerer MacBook-Displays. Sie erschien erstmals im Oktober 2021, als Apple das MacBook Pro mit einer 1080p-FaceTime-HD-Kamera neu gestaltete. Um die größere Kamera unterzubringen, ohne den Rand höher zu machen, stanzte Apple ein Loch in den oberen Bildschirmrand — die Notch.
Die Notch sitzt innerhalb der Menüleiste. Das ist der wichtige Punkt. Apple hat deinen Apps keinen Bildschirmplatz gestohlen; die Notch lebt in dem Bereich, den die Menüleiste ohnehin nutzte. Meist bemerkst du nur eine Uhr und ein WLAN-Symbol beiderseits einer schwarzen Lücke.
Welche Macs haben eine Notch?
Stand 2026 kommt die Notch bei diesen Modellen:
- MacBook Pro 14" — M1 Pro/Max (2021), M2 Pro/Max (2023), M3 Pro/Max (2023), M4 Pro/Max (2024).
- MacBook Pro 16" — dieselben Generationen wie das 14".
- MacBook Air 13" — M2 (2022), M3 (2024), M4 (2025).
- MacBook Air 15" — M2 (2023), M3 (2024), M4 (2025).
Kein iMac, Mac mini, Mac Studio oder Mac Pro hat eine Notch — sie werden mit externen Displays gepaart, und die haben keine.
Warum ist sie da?
Drei Gründe:
- Kameraqualität. Apple wollte denselben 1080p-FaceTime-Sensor wie beim iMac. Der ist physisch größer als die alte 720p-Kamera und braucht mehr vertikale Tiefe.
- Mehr Bildschirm. Das Ausschneiden rund um die Kamera ließ Apple die Pixel bis zum oberen Gehäuserand schieben — daher die zusätzliche Menüleisten-Fläche auf beiden Seiten.
- iPhone-Familienähnlichkeit. Apple arbeitet seit Jahren daran, dass sich jedes Bildschirmgerät verwandt anfühlt. Die Notch am Mac spiegelt den Look der Notch (und jetzt Dynamic Island) am iPhone.
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Ist die Notch dasselbe wie Dynamic Island?
Nein. Das Dynamic Island des iPhones ist eine Software-Funktion — eine aktiv animierte UI für Live-Aktivitäten (Timer, Musik, AirPods, Karten). Die Mac-Notch ist nur eine physische Aussparung. macOS selbst platziert keine UI darin.
Diese Lücke füllen Drittanbieter-Apps. NotchNest umhüllt die Notch mit einem hover-aktivierten Panel: Zeiger drüber und die Notch klappt zu einer Glass-Widget-Oberfläche auf. Gleiche Hardware, komplett anderes Gefühl.
Steht die Notch im Weg?
Selten. macOS verschiebt Menüleisten-Icons automatisch um sie herum. Hast du so viele Menüleisten-Icons, dass sie mit der Notch kollidieren, werden die darunter versteckt, bis du in die Menüleiste klickst. Eine App wie Bartender oder Ice kann die Menüleiste kompakter machen — siehe unseren Leitfaden zum Anpassen der macOS-Menüleiste.
Kann ich sie loswerden?
Apple lässt kein Entfernen zu, aber du kannst den Bildschirm so verhalten lassen, als wäre sie nicht da. Alle Auflösungen anzeigen → Skaliert gibt dir eine 16:10-Auflösung, die den oberen Rand schwarz polstert und die Notch hinter einem gleichmäßigen Balken versteckt. Dafür verlierst du rund 75 vertikale Pixel Menüleiste.
Den meisten ist das ein schlechterer Deal, als die Notch einfach zu nutzen. Wenn du dir je ein iPhone-artiges Dynamic Island für deinen Mac gewünscht hast — genau das geben dir Apps wie NotchNest.
Das Fazit
Die Notch ist ein kleines Stück Hardware-Engineering, das einen winzigen kosmetischen Kompromiss gegen eine viel bessere Kamera und etwas mehr Bildschirm tauschte. Sie bleibt vorerst; Gerüchte sagen, Apple ersetze sie irgendwann durch ein Punch-Hole (oder eine Kamera unter dem Display), aber momentan ist sie ein prägendes Merkmal moderner MacBooks. Der kluge Zug ist, sie anzunehmen — gib der Notch etwas zu tun.